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  • 12.12.2005 – 17:55

    Stuttgarter Nachrichten: zu Schröder/Gasprom

    Stuttgart (ots) - Schröder hat mit seiner Entscheidung nach Ansicht vieler den Boden des guten Geschmacks verlassen. Er erweist sich und dem Ansehen der Politik einen Bärendienst, erschüttert Vertrauen und beschädigt seinen Ruf. Er wird den Vorwurf kaum entkräften können, die Gespräche und Postensondierungen mit Gasprom nicht erst nach der Bundestagswahl, sondern schon vorher – noch zum Ende seiner Amtszeit – ...

  • 11.12.2005 – 19:40

    Stuttgarter Nachrichten: zu Schröder:

    Stuttgart (ots) - Darf man wirklich alles tun, wenn es sich rechnet? Und wenn schon der eigene Ruf nichts zählt: Muss man nicht Rücksicht nehmen auf Deutschland, für das man vor kurzem noch Verantwortung trug? Geht es nach Schröder, dann lautet die laxe Antwort Nein. Für ihn ist es ganz einfach: Ich habe meinen Job gemacht, dafür wurde ich bezahlt – jetzt mache ich einen neuen. Oder auch zwei. Die hektischen ...

  • 05.12.2005 – 19:04

    Stuttgarter Nachrichten: zu CDU:

    Stuttgart (ots) - Muss die CDU, müssen Parteien überhaupt, sobald sie Einschnitte verkünden, parallel dazu immer auch soziale Streicheleinheiten verteilen, weil sie sonst Gefahr laufen, vom Wähler abgestraft zu werden? „Es fehlte die Wärme“, urteilt NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, und Angela Merkel – umgetrieben von der Kritik der Herren in der zweiten Reihe – kündigt eine Grundwertediskussion über das Menschenbild ihrer Partei und das Soziale im 21. ...

  • 04.12.2005 – 19:07

    Stuttgarter Nachrichten: zu CDU:

    Stuttgart (ots) - Der Wahlkampf sei zu kopflastig, zu wenig emotional und die Botschaft zu kompliziert, zu ökonomisch, zu wenig Herz erwärmend gewesen. Auch wenn das so nicht gesagt wird, ist das natürlich direkt gegen Merkel gerichtet. Den Einwänden käme ungleich mehr Gewicht zu, wenn die Beschwerdeführer den Mut gehabt hätten, rechtzeitig vor der Wahl Stellung zu nehmen. Doch da herrschte Burgfrieden: Wahlprogramm, Kernaussagen und Ausrichtung der Partei wurden ...

  • 03.12.2005 – 05:00

    Stuttgarter Nachrichten: Private Außenstände in Höhe von 4,5 Milliarden Euro

    Stuttgart (ots) - Bis zum Jahresende werden in Deutschland private Rechnungen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro nicht bezahlt sein. Von dieser Summe geht nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten (Wochenende) das Statistische Bundesamt in Wiesbaden aus. Diese Summe der Außenstände beschreibt einen Höchststand: Standen Ende des Jahres 1999 noch 500 Millionen ...

  • 01.12.2005 – 19:31

    Stuttgarter Nachrichten: zu Zinserhöhung

    Stuttgart (ots) - Die erste Leitzinserhöhung seit fünf Jahren hat nur einen Vorzug: Mit Zinsspekulationen ist es erst einmal vorbei. Die Konjunktur steht nach wie vor auf schwachen Beinen, die Arbeitslosigkeit ist hoch, neue Jobs entstehen kaum. Zwar haben die hohen Öl- und Energiepreise die Inflation angeheizt. Aber sie hat sich zuletzt wieder leicht abgeschwächt. Selbst die Zentralbank sieht die Inflationsrate im ...

  • 30.11.2005 – 20:02

    Stuttgarter Nachrichten: zu Oettinger/ältere Arbeitnehmern

    Stuttgart (ots) - Der Ministerpräsident hat ein gesellschaftspolitisches Thema von höchster Wichtigkeit – die Beschäftigungssituation von Menschen über 60 – falsch intoniert: Fernab der Landeshauptstadt, holzschnittartig und ohne Fingerspitzengefühl. Das ist umso bedauerlicher, als dringend Diskussionsbedarf besteht. Die Rente mit 67, die erschreckend niedrige Beschäftigungsquote Älterer, die ...

  • 29.11.2005 – 19:29

    Stuttgarter Nachrichten: Modell von Langzeitkonten bei DaimlerChrysler ist „mausetot“

    Stuttgart (ots) - Stuttgart – Das Modell von Langzeitkonten, das DaimlerChrysler vor vier Jahren zur Flexibilisierung der Arbeitszeit und zur Eindämmung unbezahlt verfallender Überstunden eingeführt hat, ist nach Angaben aus Betriebsratskreisen „mausetot“. Nach einem Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ (Mittwochsausgabe) wurden in den letzten Jahren im ...

  • 29.11.2005 – 19:12

    Stuttgarter Nachrichten: zu Entführung/Irak:

    Stuttgart (ots) - Allzu sicher waren wir uns, dass dergleichen nicht passieren kann. Schließlich hat die Bundesregierung nicht viel davon gehalten, damals, als die Amerikaner in Bagdad einmarschierten. Das schien eine kleine Versicherung zu sein. Eine trügerische, wie wir jetzt wissen. Doch hätte man vorbereitet sein können. Seit langem schon ist bekannt, dass das Chaos im Irak nicht nur immer neue Terrorbanden ...

  • 28.11.2005 – 19:07

    Stuttgarter Nachrichten: Vatikan-Papier zur Homosexualität:

    Stuttgart (ots) - Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Das Vatikan-Dokument ist ein echter Fortschritt auf dem Weg zur Emanzipation von Homosexuellen in der Kirche. Denn erstmals in dieser Deutlichkeit wird durch die oberste Kirchenbehörde anerkannt, dass es schwule Priesteramtskandidaten gibt und dass sie genauso wie ihre heterosexuellen Zimmernachbarn Priester ...

  • 25.11.2005 – 19:54

    Stuttgarter Nachrichten: zu neuen Sparplänen:

    Stuttgart (ots) - Man kann – wie es die Regierung tut – sagen, die Liste habe keinen offiziellen Charakter. Sie sei nur eine Aufstellung von Möglichkeiten. Und dennoch: Diese Möglichkeiten müssen offen zur Debatte stehen. Sollte nicht „Wahrheit und Klarheit“ das Markenzeichen einer Merkel-Regierung sein? Im Wahlkampf klang es jedenfalls so. Aber der ist seit einer politischen Ewigkeit vorbei. Es stellt sich eher ...

  • 25.11.2005 – 18:09

    Stuttgarter Nachrichten: zu neuen Sparplänen:

    Stuttgart (ots) - Man kann – wie es die Regierung tut – sagen, die Liste habe keinen offiziellen Charakter. Sie sei nur eine Aufstellung von Möglichkeiten. Und dennoch: Diese Möglichkeiten müssen offen zur Debatte stehen. Sollte nicht „Wahrheit und Klarheit“ das Markenzeichen einer Merkel-Regierung sein? Im Wahlkampf klang es jedenfalls so. Aber der ist seit einer politischen Ewigkeit vorbei. Es stellt sich eher ...

  • 25.11.2005 – 13:48

    Stuttgarter Nachrichten: Gertrud Höhler: Merkel sieht Politik als technisches System - „Unionsmänner waren während CDU-Spendenaffäre feige im Hintergrund“

    Stuttgart (ots) - Die Politikberaterin Gertrud Höhler hält Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht für eine „typisch weiblich agierende Frau“. Vielmehr sehe die Naturwissenschaftlerin Merkel Politik als ein technisches System, sagte Höhler den Stuttgarter Nachrichten (Wochenende): „Sie spart Gefühle aus.“ ...

  • 24.11.2005 – 18:53

    Stuttgarter Nachrichten: Staatssekretäre

    Stuttgart (ots) - Alles was schief gehen kann, geht schief, lautet eine Erkenntnis aus Murphys Gesetzen, die sich mit Fehlerquellen in komplexen Systemen befassen. Es ist, als hätte der US-Ingenieur deutsche Ministerien zum Gegenstand seiner Feldforschungen gemacht. Dass wir neuerdings 30 Parlamentarische Staatssekretäre brauchen – davon allein fünf in den Ministerien für Wirtschaft und Arbeit – ist, gelinde ...

  • 23.11.2005 – 18:53

    Stuttgarter Nachrichten: Fleischskandal

    Stuttgart (ots) - Empörung angesichts der Praktiken ist verständlich. Ehrlich ist sie nicht. Nur wenige Verbraucher sind bereit, für ein gutes Stück Fleisch gutes Geld auszugeben. Der Deutsche knausert gerade beim Essen. Zwölf Prozent seines Einkommens sind dem Verbraucher heute seine Lebensmittel wert, in den 70er Jahren waren es 30 Prozent. Wie hoch jedoch der Preis ist, den er für Billiges zahlt, machen die ...

  • 23.11.2005 – 16:47

    Stuttgarter Nachrichten: Interview mit Peter Heesen, Vorsitzender des Beamtenbundes

    Stuttgart (ots) - STUTTGARTER NACHRICHTEN (keine Sperrfrist) – Nach Ansicht des Vorsitzenden des Deutschen Beamtenbundes (DBB), Peter Heesen, hat die große Koalition einen „echten Fehlstart“. „Der Start der neuen Bundesregierung war nicht gut“, sagte er im Gespräch mit den STUTTGARTER NACHRICHTEN (Donnerstagsausgabe). Sie setze alles aufs Spiel, was der ...

  • 22.11.2005 – 18:54

    Stuttgarter Nachrichten: zur Kanzlerin-WAhl:

    Stuttgart (ots) - Eine Frage der Ästhetik, nicht eine Frage der Stabilität der künftigen Jahre: So ordnet Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Tatsache ein, dass Merkel die 400-Stimmen-Hürde knapp gerissen hat. Ein kluger Satz. Denn auf die erste Kanzlerin warten ganz andere Herausforderungen. „Sie werden von vielen kritisiert werden. Das sollte Sie in Ihrem Einsatz für die Erneuerung anspornen“, hat der ...

  • 21.11.2005 – 18:24

    Stuttgarter Nachrichten: zu Wahl von Kauder und Struck

    Stuttgart (ots) - Über 93 Prozent haben in der Unionsfraktion für Volker Kauder gestimmt, 94 Prozent für Peter Struck in der SPD. Dennoch wartet auf Kauder und Struck in den nächsten Monaten – wer will schon jetzt von kommenden Jahren sprechen? – eine heikle Mission. Gemeinsamkeit zwischen Union und SPD ist auch das. Schließlich war der/die Fraktionsvorsitzende zugleich Parteichef/in – hüben wie drüben eine ...

  • 20.11.2005 – 19:03

    Stuttgarter Nachrichten: zu Beamte/Weihnachtsgeld

    Stuttgart (ots) - Stuttgarter Nachrichten zu Beamte/Weihnachtsgeld Es geht auch darum, das Paket an Zumutungen auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Um 18,4 Milliarden Euro werden die Bürger bis Ende 2007 zusätzlich belastet. Wenn Rentnern gleich vier Nullrunden angedroht werden, wenn auf Langzeitarbeitslose noch mehr Druck ausgeübt werden soll, wenn Handel und Gastronomie mit dem starken Sprung bei der ...

  • 18.11.2005 – 21:17

    Stuttgarter Nachrichten: zu große Koalition

    Stuttgart (ots) - Was tut die Wirtschaft zum Start der großen Koalition? Viele Verbände lassen kein gutes Haar an ihr. Die Kanzlerin in spe wehrt sich vehement. Es dürfe nicht alles mies gemacht werden. Die große Koalition habe die Chance verdient, erst einmal arbeiten zu dürfen. Auch Bundespräsident Köhler hat sich so vor die neue Regierung gestellt. Wahr ist, dass „die“ Wirtschaft keinen Grund hat, sich als ...

  • 17.11.2005 – 19:16

    Stuttgarter Nachrichten: zu Ulla Schmidt

    Stuttgart (ots) - Die Äußerungen der alten und neuen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt liefern einen ersten Vorgeschmack auf den künftigen Großkoalitionsalltag in Berlin: Ausdauernd und abwechselnd werden Rot und Schwarz in den kommenden Monaten die Deutungshoheit über den Koalitionsvertrag für sich beanspruchen. Dabei dürfte nicht so sehr zählen, was tatsächlich in dem knapp 200-seitigen Dokument geschrieben ...

  • 16.11.2005 – 23:38

    Stuttgarter Nachrichten: zu Flugsicherheit:

    Stuttgart (ots) - Höchste Zeit, dass der Austausch von Informationen beschleunigt und die Verabredung gemeinsamer Sanktionen selbstverständlich wird. Mittelfristig sollte die noch junge Europäische Agentur für Flugsicherheit in Köln zum Rückgrat der EU-Luftfahrt wachsen. Nur sie kann überinstanzlich, also frei von politischer und ökonomischer Voreingenommenheit, einheitliche Kontrollstandards für alle EU- ...

  • 14.11.2005 – 20:01

    Stuttgarter Nachrichten: Merkel

    Stuttgart (ots) - Dass der Koalitionsvertrag nach den Worten Schröders „unverkennbar – vielleicht sogar vor allem – sozialdemokratische Handschrift“ trägt und Müntefering in Karlsruhe genüsslich von „genügend sozialdemokratischem Geist“ schwärmt, erleichtert Merkels Überzeugungsarbeit in der eigenen Partei nicht. Viel wird deshalb für Merkel davon abhängen, ob und wie es ihr gelingt, in der großen Koalition genügend CDU-Profil erkennbar werden zu lassen. ...

  • 13.11.2005 – 19:10

    Stuttgarter Nachrichten: Koalition

    Stuttgart (ots) - Es gibt hoffnungsvolle Ansätze – etwa bei der Reform des Föderalismus – und bedrückende Leerstellen – nicht zuletzt in der Gesundheitspolitik. Und manche Themen scheint es gar nicht mehr zu geben, zum Beispiel den Versuch, das Steuersystem unabhängig von der Höhe der Sätze drastisch zu vereinfachen. Das kann, muss man alles kritisieren. Und einige, zumal aus den Verbänden, tun das mit bruchloser Vollmundigkeit, so, als hätte gar kein ...

  • 13.11.2005 – 18:55

    Stuttgarter Nachrichten: Rückzug

    Stuttgart (ots) - VON WOLFGANG MOLITOR Wie passt das zusammen? Zum einen steigt die Zahl der Türken und Türkischstämmigen in Deutschland seit fünf Jahren, die sich als streng religiös bezeichnen, spürbar an. Zum anderen halten 80 Prozent ihre deutsche Arbeitsumgebung für tolerant und verständnisvoll. Das zeigt: Der Rückzug ins Religiöse und das Betonen des Andersseins ist für viele Muslime kein Protest gegen die feindliche Umwelt, kein Zorn über ...

  • 11.11.2005 – 20:12

    Stuttgarter Nachrichten: Koalitionsvertrag

    Stuttgart (ots) - Dass bei den Verhandlungen vielfach der kleinste gemeinsame Nenner gesucht und zentrale Probleme ausgeblendet wurden, dass unsinniger ideologischer Ballast mitgeschleppt wird, war der absehbare Preis für eine große Koalition. Nicht absehbar war, dass die SPD die Union auf so zentralen Feldern wie Arbeitsmarkt und Wirtschaftswachstum über den Tisch ziehen würde – was die Republik wahrscheinlich ...